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Die ersten Wochen

Theorie und Praxis

So viel vorab.. Wir haben uns viel belesen, was man wann in welcher Woche machen sollte. Vergesst diesen Zeitplan. Der Welpe wird euch selber sein Lerntempo zeigen. Wir wollten eigentlich alles strickt nach einem Zeitplan aus einem Buch gestalten aber das wurde schon am aller ersten Tag von uns über Bord geworfen.

Quito ist, denken wir, zum Beispiel schon ziemlich weit. Also aus am Anfang nur raussetzen und sofort wieder rein sobald der Welpe sich gelöst hat war hinfällig. Quito wollte nicht wieder mit rein, sondern eine kleine Runde laufen. Auch das Bekanntmachen mit anderen Leuten oder Hunde sollte ja theoretisch bis zur zweiten Woche warten. Naja das war in unserer Gegend unausweichlich und somit haben wir laut Buch erst einmal alles falsch gemacht, was man hätte falsch machen können.

Woran haben wir jetzt aber erkannt, dass dieses sehr starke Abweichen vom eigentlichen Plan das Richtige für unseren Hund war bzw. auch immer noch ist?

Ein Hund macht sich bemerkbar, wenn ihm etwas nicht passt. Will er nicht laufen bleibt er sitzen, hat er Angst versteckt er sich und ist er unsicher macht er sich klein, zögert und zieht sich zurück. Alles das hat Quito nicht gemacht. Er läuft als hätte er nie etwas Anderes gemacht, ist freundlich und aufgeschlossen gegenüber Menschen und ist bei für ihn fremden Dingen zwar vorsichtig aber in keinster Weise ängstlich. Deshalb haben wir uns dazu entschieden von diesem Plan abzuweichen und „unser eigenes Ding“ zu machen.

Wie man sieht ist Welpentraining sehr individuell und kann gar nicht in einem Buch pauschal zusammengefasst werden. Damit will ich nicht sagen, dass man sich nicht belesen soll. Ich rate sogar jedem dazu sich in mehreren Büchern kundig zu machen aber von vorgefertigten Zeitplänen halte ich nichts. Der Welpe kann zum Beispiel extrem selbstständig, selbstbewusst und lernbereit sein. In diesem Fall würde man den Welpen ausbremsen und ihn im schlimmsten Fall langweilen. Andersherum gibt es natürlich auch das Beispiel, dass ein Welpe einfach etwas langsamer ist und viel mehr Zeit brauch als andere. Da würde man sich selbst mit solchen Zeitplänen unter Druck setzen und den Welpen eventuell sogar stressen.

Mein Tipp.. Beobachtet euren Welpen, macht euch selbst keinen Stress und handelt auch in gewisser Weise auch intuitiv. Im Endeffekt ist ein Welpe nichts anderes als ein kleines Kind. 😉

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